Floßfahrt auf der wilden Rodach im Landkreis Kronach - ein Spass und Erlebnis für die ganze Familie Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg in Kronach (Achim Bühler - Concept Visuell) Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg in Kronach (Achim Bühler - Concept Visuell) Blick über die belebten Schwimmbecken des Erlebnisbades Crana Mare mit der Festung Rosenberg im Hintergrund Nachtaufnahme des Kronacher Rathauses bei Kronach leuchtet mit einem kugelförmigen Lichtzelt und feiernden Menschen Blick auf die Stadt und Festung vom Landesgartenschau-Park aus, mit Sandstein-Skulpturen im Vordergrund Kronach leuchtet mit Stadtpfarrkirche und Pfarrzentrum auf dem Melchior-Otto-Platz in der Oberen Stadt (Reinhard Feldrapp) Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Kronach leuchtet - Bildrechte: Klaus Metzler - Kronach Creativ Kronach leuchtet - Bildrechte: Sven Jakob Kronach leuchtet - Bildrechte: Klaus Metzler - Kronach Creativ Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Das historische Stadtspektakel in der Oberen Stadt Stilvolle Nachaufnahme mit kunstvoll beleuchteter Statue der Mutter Maria mit dem Jesuskind aus der Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg in Kronach
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Flößerei im Frankenwald

Floßfahrt auf der Wilden Rodach_Bildrechte Frankenwald Tourismus & A. Hub Floßbau_Bildrechte Frankenwald Tourismus & A. Hub Flößermuseum Unterrodach_Bildrechte Frankenwald Tourismus & A. Hub

Wo Wasser Balken hat: Die Flößer aus dem Frankenwald trieben das Holz auf den Wasserwegen einst bis nach Amsterdam

 

„Ein derbes Leben war es schon“, so beschrieben die Frankenwald-Flößer in Aufzeichnungen ihre Zeit auf den Flüssen Deutschlands. Viele wurden mit 15 Jahren zum Flößer und setzten damit nicht immer ganz freiwillig eine Familientradition fort. Die ersten Reisen waren oft tränenreich, bei der sich die jungen Flößer nichts sehnlicher wünschten als wieder nach Hause zu kommen. Über 800 Jahre verdienten die Männer so den Lebensunterhalt für ihre Familien, während sich heute Touristen vor allem im Sommer über die feucht-fröhlichen Floßfahrten auf der Wilden Rodach freuen. Ihren Höhepunkt erlebte die Flößerei Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung Holz zu einem immer begehrteren Rohstoff machte, ähnlich dem Erdöl und Erdgas von heute. Ein Rohstoff, den es im Frankenwald reichlich gab, und so wurden ganze Wälder über Rodach, Main und schließlich Rhein bis nach Amsterdam geflößt. Alleine im kleinen Ort Unterrodach waren damals über 148 von 159 berufstätigen Männern im Holz- und Flößergewerbe tätig. Heute finden Touristen hier das vor rund 40 Jahren eröffnete Flößermuseum, das sich in einem der prächtigen Floßherrenhäuser befindet, denen sich die Herren von einst ihre persönlichen Denkmäler setzten.

An einen derartigen Reichtum war bei den einfachen Flößern nicht zu denken. Ihr Lohn reichte gerade für das Nötigste und dennoch gilt bis heute der sprichwörtliche Flößerhumor im Frankenwald. Vielleicht liegt es daran, dass den rauen Gesellen eine tägliche Bierration von fünf Litern zustand. Jedoch: So hart die Schale, so weich der Kern, denn immer baten sie auch Gott um Beistand, wenn sie mit ihren Flößen ablegten.

„In Gotts Noma“, im Namen Gottes ist noch immer eine feststehende Redewendung im Frankenwald, wenn jemand vor einer besonderen Herausforderung steht. Wer sich heute im Frankenwald auf die Spuren der Flößer begeben möchte, kann zwischen einer nassen und einer trockenen Variante wählen. Der Flößerweg gibt Wanderern die Möglichkeit, an zwei Punkten zu starten und entlang von historischen Schneidmühlen, Floßteichen und wildromantischen Flussläufen die Geschichte der Flößerei zu Fuß zu erkunden. Die kurze Variante des Flößerwegs beginnt an der Quelle der Wilden Rodach in Rauhenberg und führt über 24 trockene Kilometer bis zum Rodachtal. Ab hier wird entlang der Rodach gewandert, die später im Main mündet. Wer sich dagegen für die garantiert nasse Erlebnisreise entscheidet, der kann im Sommer an 15 Samstagen in das Leben der Flößer eintauchen. Im Flößerort Wallenfels legen dann bis zu 23 Flöße ab, um sich durch Wehre, Engen und Untiefen zu kämpfen. Anschließend können die Gäste bei einer zünftigen Brotzeit in einem ehemaligen Flößerhaus nicht nur den Magen beruhigen, sondern auch die Kleidung wechseln, denn trocken bleibt bei diesem Ausflug garantiert niemand. Und wer während dieser gemütlichen Stunden den Menschen im Frankenwald ein wenig näher kommt, der wird schnell feststellen, dass sie keine Flachwurzler wie die schnell wachsenden und den Frankenwald prägenden Fichten sind. Es sind bodenständige und heimatverbundene Menschen, die hier bis heute die Tradition der Flößerei pflegen.
Weitere Informationen: www.frankenwald-tourismus.de


Über die Wander- und Urlaubsregion Frankenwald

Als Bayerns erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ besticht der Frankenwald abseits des Massentourismus durch seine authentische Ursprünglichkeit und pure Natur. Auf dem vielfältigen Wanderwegenetz mit dem 242 Kilometer langen FrankenwaldSteig oder den insgesamt 32 FrankenwaldSteigla zwischen 5 und 18 Kilometern begegnen Wanderer den Kernthemen „Stille hören“, „Weite atmen“ und „Wald verstehen“. Die Naturregion im Norden des Freistaats begeistert auch Erholungssuchende, Radfahrer oder Genussurlauber. So locken ein dichtes Radwegenetz, abenteuerliche Floßfahrten und Winteraktivitäten Outdoorfans in das „fränkische Alaska“. Veranstaltungs-Highlight ist der jährliche Wandermarathon mit seinen 444 Teilnehmern, der bereits Kultstatus erlangt hat. Liebhaber der regionalen Küche erwartet in der Genussregion Oberfranken mit der nachweislich größten Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte der Welt neben Bier, Bratwurst und Pralinen unter anderem auch das zarte Frankenwälder Zicklein als Spezialität. Mit der einzigartigen Heilmittelkombination aus Radon, Moor und Kohlensäure im Bayerischen Staatsbad Bad Steben und regionaltypischen Anwendungen verwöhnen Besucher hier Körper, Geist und Seele. Kulturhistorische Höhepunkte sind die zahlreichen Feste und Veranstaltungen in und um die jahrhundertealten Burgen und Schlösser. Ehemals als der „Kleiderschrank der Welt“ betitelt, blickt der Frankenwald neben der heute noch erlebbaren Flößerei oder Köhlerei auf eine lange Tradition des Klöppelns und der Weberei zurück. www.frankenwald-tourismus.de

 

Kontaktinformationen:

Frankenwald Tourismus Service Center
Adolf-Kolping-Straße 1
96317 Kronach

09261 601517

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