Die Festung Rosenberg in Kronach - Luftbild, 2005 - Foto: ©Klaus Leidorf Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler Bayern Ausstellung 2012: Festungen, Frankens Bollwerke - Foto: Achim Bühler
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Ausstellung - Inhalt

Können Sie eine Kanonenkugel heben? Was ist eine Kasematte? Und wie war das Leben auf einer Festung, im Alltag und im Krieg? Das und noch viel mehr erfahren Sie in der Ausstellung "Festungen - Frankens Bollwerke". In Kronach erleben Sie die spannende Geschichte der fränkischen Festungen am Originalschauplatz!

Kanonendonner und Pulverqualm Das Schießpulver revolutionierte die Militärtechnik. Die neuen Feuerwaffen besaßen enorme Durchschlagskraft und wurden schon im 15. Jahrhundert breit eingesetzt. Herkömmliche Burgmauern brachen unter den Kanonen­kugeln. Auch in Franken mussten die Fürsten ihre Verteidigungs­anlagen ausbauen – zu Festungen.

Ingenieure und Bastionen Wegweisend für den Festungsbau wurde die Form des Bastionsfünfecks. In Franken gehören die Festung Rosenberg in Kronach oder die Wülzburg bei Weißenburg zu diesem Bautyp. Massive Wallmauern widerstanden dem feindlichen Beschuss. Von den vorspringenden Bastionen aus konnten die Verteidiger jeden Angreifer treffen, selbst wenn er direkt vor der Mauer stand.

Prunk und Pracht Festungen waren nicht nur militärische Zweckbauten. Aus Burgen hervorgegangen, bargen sie meist Wohnschlösser und waren Orte fürstlicher Herrschaft. Als „Landesfestungen“ schützten sie die fränkischen Territorien und demonstrierten Reichtum und Machtanspruch der Landesherren.

Himmelbett und Strohsack Auf einer Festung lebten nicht nur Soldaten. Auch die Schlossmagd, der Waffenschmied oder der Garnisonsarzt prägten den Alltag. Der Unterschied zwischen Kommandantengattin und Pferdeknecht wurde gerade beim Wohnen deutlich: Hier das Himmelbett in der Schlafkammer, dort der Strohsack im Stall.

Minengang und Feuersbrunst Frankens Festungen wurden im Krieg hart auf die Probe gestellt. Die Angriffe waren dramatisch und gingen ganz unterschiedlich aus – von der Zerstörung der Plassenburg 1554 über die Bedrängnis Kronachs im Dreißigjährigen Krieg bis zum Beschuss der Würzburger Festung Marienberg 1866. Entdecken Sie knifflige Methoden der Belagerungstaktik, aber auch den Blickwinkel des Verteidigers.

Gefängnis, Steinbruch, Reiseziel Im späteren 19. Jahrhundert machte die Waffentechnik blitzartige Fortschritte. Die fränkischen Festungen verloren ihren militärischen Zweck. Damit war ihre Geschichte nicht zu Ende: Sie dienten als Kriegsgefangenenlager oder bis heute als romantisches Reiseziel.